DIN-Normenausschuss Sicherheitstechnische Grundsätze (NASG)
DIN EN 14034-1
Bestimmung der Explosionskenngrößen von Staub/Luft-Gemischen - Teil 1: Bestimmung des maximalen Explosionsdruckes pₘₐₓ von Staub/Luft-Gemischen; Deutsche Fassung EN 14034-1:2004
Determination of explosion characteristics of dust clouds - Part 1: Determination of the maximum explosion pressure pₘₐₓ of dust clouds; German version EN 14034-1:2004
Einführungsbeitrag
DIN EN 14034-1:
In der Norm ist ein Verfahren für die experimentelle Bestimmung des maximalen Explosionsdrucks von Staubwolken festgelegt. Der maximale Explosionsdruck ist eine sicherheitstechnische Kenngröße, die zur Erkennung von Gefährdungen und für die Auslegung sicherheitstechnischer Maßnahmen zur Minderung der zerstörenden Wirkung von Staubexplosionen verwendet wird. Er wird als Höchstwert des Überdrucks einer Explosion von brennbarem Staub in einem geschlossenen Behälter bestimmt.
Die hierzu erforderliche Prüfeinrichtung, ein explosionsdruckfester Behälter mit einem Volumen von 1 m3, wird in der Norm beschrieben. Sie besteht neben dem Explosionsbehälter aus einem Staubverteiler zum Erzeugen eines Staub/Luft-Gemischs, einer Zündquelle, einer Steuereinheit und einem Druckmesssystem.
Die Durchführung der Explosionsprüfung - Einblasen des Staubs, Aktivierung der Zündquelle und Aufzeichnung des Drucks als Funktion der Zeit - wird ausführlich beschrieben. Außerdem werden Hinweise zu Sicherheitsmaßnahmen und zu alternativen Prüfverfahren angegeben.
DIN EN 14034-4:
In der Norm ist ein Verfahren für die experimentelle Bestimmung der Sauerstoffgrenzkonzentration von Staubwolken festgelegt. Die Sauerstoffgrenzkonzentration ist eine sicherheitstechnische Kenngröße, die zur Erkennung von Gefährdungen und für die Auslegung sicherheitstechnischer Maßnahmen zur Minderung der zerstörenden Wirkung von Staubexplosionen verwendet wird. Sie ist die maximale Konzentration an Sauerstoff eines Staub/Luft/Inertgas-Gemischs, bei der keine Staubexplosionen auftreten können. Die Messung der Sauerstoffgrenzkonzentration bildet die Grundlage für den Explosionsschutz durch "Inertisieren". Sie wird in einem geschlossenen Behälter unter definierten Anfangsbedingungen von Druck und Temperatur durchgeführt.
Die erforderliche Prüfeinrichtung, die in der Norm beschrieben ist, ist ein explosionsdruckfester Behälter mit einem Volumen von 1 m3. Sie besteht neben dem Explosionsbehälter aus einem Staubverteiler zum Erzeugen eines Staub/Luft-Gemischs, einer Zündquelle, einer Steuereinheit, einem Sauerstoff- und Druckmesssystem sowie einem System zur Erzeugung eines Inertgas/Luft-Gemischs.
Die Durchführung der Explosionsprüfung bei allmählicher Erhöhung des Verhältnisses von Inertgas zu Luft, mit Einblasen des Staubs, Aktivierung der Zündquelle und Aufzeichnung des Explosionsdrucks als Funktion der Zeit wird ausführlich beschrieben. Außerdem werden Hinweise zu Sicherheitsmaßnahmen und zu alternativen Prüfverfahren angegeben.
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Zuständiges nationales Arbeitsgremium
NA 095-02-09 AA - Kenngrößen für Stäube, Gase und Dämpfe